Der Servicestandard der Bundesregierung. Und die Frage, die er nicht beantwortet
Holger Kreis
1. Februar 2026
Die Bundesregierung hat mit dem Servicestandard einen verbindlichen Rahmen für digitale Verwaltungsangebote geschaffen. 13 Kriterien definieren, was gute digitale Services ausmacht: nutzerzentriert, barrierefrei, sicher, offen. Das ist gut und wichtig.
Aber eine Frage bleibt offen: Mit welcher Software können Kommunen diese Kriterien eigentlich umsetzen?
In den offiziellen Informationen findet sich kein Hinweis auf konkrete Softwarelösungen: kein Marktplatz, keine Anbieterliste, keine Partner-Sektion. Der Servicestandard definiert das Was, aber nicht das Womit.
Mängelmelder sind keine Spielerei
Was viele nicht wissen: Die Meldung von Straßenschäden und Mängeln im öffentlichen Raum ist eine offizielle Verwaltungsleistung im LeiKa-Katalog. Unter Nummern wie 99108018137003 (Straßenschaden-Beseitigung an Gemeindestraßen) oder 99108017000000 (Verunreinigungen an Straßenentwässerungseinrichtungen) sind diese Leistungen erfasst. Ein Mängelmelder digitalisiert genau diese Leistungen. Das macht ihn OZG-relevant, nicht optional.
Die Frage ist also nicht ob, sondern wie Kommunen diese Leistung digital anbieten.
Wie wir den Servicestandard umsetzen
Mark-a-Spot ist eine Open-Source-Plattform für kommunales Anliegenmanagement, die seit Jahren im Einsatz ist. Statt alle 13 Kriterien einzeln abzuarbeiten, zeigen wir Ihnen die Merkmale, die uns von anderen Lösungen unterscheiden.
Offene Standards statt Insellösungen
Kriterium 7 des Servicestandards fordert offene Standards, damit Nutzende unabhängig von Herstellern und Technologien bleiben. Mark-a-Spot setzt das konsequent um: Die Open311-API ist der internationale Standard für Bürgermeldungen, entwickelt ursprünglich in den USA, mittlerweile weltweit im Einsatz. Jede Meldung, jede Statusänderung, jede Integration läuft über dokumentierte REST-Schnittstellen im JSON-Format.
Dazu kommt CAP 1.2, das Common Alerting Protocol. Der gleiche Standard, den NINA und KATWARN für Gefahrenmeldungen nutzen. Wenn Sie Warnungen aus Mark-a-Spot exportieren, sprechen diese dieselbe Sprache wie die offiziellen Warn-Apps. Diese Kombination aus Open311 und CAP bietet keine andere Mängelmelder-Lösung.
Krisenfähigkeit ab Werk
Kriterium 11 fordert "Verfügbarkeit sichern", auch bei schlechter Netzabdeckung. Wir gehen weiter: Mark-a-Spot hat einen integrierten Notfallmodus. Bei Unwetter, Hochwasser oder anderen Krisen aktivieren Sie mit einem Klick ein Lite-UI für überlastete Mobilfunknetze. Acht vorkonfigurierte Krisen-Kategorien stehen bereit: Verletzte Personen, blockierte Straßen, Unterkunft benötigt, Versorgungsengpässe, Vermisste, Stromausfall, Gasleck, Gebäudeschäden.
Ein Mängelmelder, der auch bei Katastrophen funktioniert. Vom Schlagloch bis zum Hochwasser.
KI-gestützte Verarbeitung
Kriterium 2 fordert "einfache und verständliche Nutzung". Mark-a-Spot setzt KI ein, um die Meldungserfassung zu vereinfachen: Bürger laden ein Foto hoch, die KI schlägt automatisch die passende Kategorie vor und generiert eine Beschreibung. Weniger Tippen, schnellere Meldungen.
Für die Verwaltung bringt das weitere Vorteile: Die Gefahrenerkennung bewertet Bilder nach CAP-Standard (Level 0-4) und priorisiert kritische Meldungen automatisch. Der Datenschutz-Check erkennt Gesichter und Kennzeichen vor der Veröffentlichung. Und: Die KI-Modelle sind frei wählbar. Jedes Vision-fähige Modell funktioniert, ob OpenAI, Azure, Claude oder andere. Kein Vendor Lock-in, auch nicht bei der KI.
Open Source bedeutet Transparenz
Die Kriterien 5 und 10 fordern Wiederverwendung und offenen Code. Unser Backend läuft auf Drupal unter GPL-2.0-Lizenz, das Community-Frontend unter MIT. Der gesamte Code liegt auf GitHub: vollständig einsehbar, nachvollziehbar versioniert und auditierbar.
Die weiteren Kriterien decken wir ebenfalls ab: Barrierefreiheit nach BITV 2.0 ist Teil unseres Design-Systems, Datenschutz ist technisch umgesetzt (Anonymisierung, EU-Hosting, keine Drittanbieter-Tracker), Wirkungsmessung erfolgt über integrierte Dashboards mit den Kennzahlen, die Verwaltung und Politik brauchen.
EU-weit anerkannt
Während der deutsche Servicestandard auf Kataloge wie govdigital verweist, sind diese für private Softwareanbieter nicht zugänglich. Die EU macht es anders: Der EU Open Source Solutions Catalogue steht allen offen. Mark-a-Spot ist dort gelistet.
Die Lücke schließen
Der Servicestandard definiert das Was, aber nicht das Womit. Mark-a-Spot schließt diese Lücke: eine erprobte Lösung, mit der Kommunen OZG-Leistungen standardkonform digitalisieren können. Offen, krisenfähig, ohne Vendor Lock-in.
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